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Winter 04/2004

Feministische Widerstandstage in Berlin


Über 50 Frauengruppen unterstützten den Aufruf für die Feministischen Widerstandstage vom 9.bis zum12. September 2004 in Berlin. Gegen patriarchale Gewalt und Diskriminierung, für die Selbstbestimmungsrechte von Mädchen, Frauen, Lesben und Transgender, gegen Sozialabbau und rassistische Sondergesetze, für umfassende Bleiberechte, gegen kapitalistische Ausbeutung, Globalisierung und Krieg, für ein solidarisches Miteinander warben und stritten während der Tage durchgehend etwa 150-200 Frauen auf dem Schlossplatz in Berlin.

Weitere Infos im Internet unter: Feministische Widerstandstage

Kontakt: „gemeinsam kämpfen“ c/o Aradia Frauenbuchladen, Pestalozzistraße 9, 34119 Kassel.

Auf dem Programm standen zahlreiche kreative Aktionen, die auch andernorts zur Nachahmung einladen. Es gab eine Stadtralley mit dem Motto: „Nichts muss so hingenommen werden, wie es ist“. Die Ralley-Teilnehmerinnen benannten Straßen um, verschönerten Werbeplakate und hefteten in Bekleidungsgeschäften Schildchen mit Hinweisen zu den Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie an die Bügel. Vorher waren Frauen putzend und Staub aufwirbelnd durch die Innenstadt gezogen. Dazu informierten sie per Flugblatt über die Arbeitsbedingungen von Migrantinnen. Später wurden öffentlich attraktive Privilegien verlost, u.a. ein „50stunden-Job ohne Lohnausgleich bei Siemens“ oder „Rente schon ab 75“.

ms


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