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Winter 4/2005

Infos zum Schwerpunkt

Gerd Brantenberg: Die Töchter Egalias. Verlag Frauenoffenive, München 2001.

„Du willst Taucherin werden? Wo gibt´s denn so was: eine männliche Taucherin?“ So wird die Hauptfigur, ein junger Mann, in Brantenbergs Roman von seiner Schwester verspottet. Konsequent mit „verkehrten“ Rollen erzählt, entlarvt der Roman die Absurdität geschlechtsstereotyper Zuschreibungen.

Kate Millett: Sexus und Herrschaft. Die Tyrannei des Mannes in unserer Gesellschaft. Verlag Kurt Desch, München 1971.

In ihrer Doktorarbeit beschreibt Millett bissig und überzeugend die unterschiedlichsten Formen der Ausbeutung der Frau durch den Mann und analysiert ihre ideologische Verankerung in Naturwissenschaften, Psychoanalyse, Literatur und anderen Produktionen westlicher Kultur.

Susan Faludi: Die Männer schlagen zurück. Wie die Siege des Feminismus sich in Niederlagen verwandeln und was Frauen dagegen tun können. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1993.

Faktenreich argumentiert Faludi gegen die allgegenwärtige Abwertung reifer, selbstbewusster Frauen in Mode und Medien. Sie nennt Ross und Reiter des „antifeministischen Gegenschlags“, einer Bewegung, die immer dann erstarkt, sobald die Frauenbewegung einen Erfolg verbucht, im Bemühen, ihre angestammten Privilegien doch noch zu sichern. Sie beschreibt die Kämpfe, die in den USA auf den Feldern der Populärpsychologie, der Arbeitslöhne und der Geburtenregelung ausgetragen werden.

August Bebel: Die Frau und der Sozialismus. In: Ausgewählte Reden und Schriften Bd. 10. Saur, München 1996

Im Internet: www.mlwerke.de/beb/beaa/beaa_000.php

DER Klassiker der proletarischen und sozialistischen Frauenbewegung, erstmals veröffentlicht im Jahre 1879, hat Generationen von Frauen geprägt. Anhand von statistischem Material weist der Sozialdemokrat Bebel die Benachteiligung der Frauen auf allen Gebieten nach und behandelt dabei auch- damals schockierend- sexuelle Fragen. Der Sozialismus wird als ökonomische Grundlage für die Befreiung der Frau dargestellt. Nicht nur als historisches Dokument immer noch lesenswert.

Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2000

Wir werden nicht als Frauen geboren, sondern zu Frauen erzogen. Diese revolutionäre These des Gleichheitsfeminismus hat die französische Philosophin mit zahllosen Fakten aus der Geschichte und Gegenwart des Patriarchats untermauert. Das 1949 „unzeitgemäß“ erschienene Standardwerk wurde erst zum Skandal und dann weltweit zum Bestseller. Keine Feministin kommt daran vorbei.

Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand (1974)

Maxie Wander: Guten Morgen, du Schöne (1977)

Irmtraud Morgner: Amanda. Ein Hexenroman (1983)

Christa Wolf: Kassandra (1983)

In der DDR wurde Feminismus vor allem über Belletristik vermittelt, wie in den genannten, (auch im Westen) überaus erfolgreichen Werken, in denen „schwierige“ und starke Frauen im Mittelpunkt stehen, die sich gegen das Patriarchat behaupten und zur Wehr setzen. Das Buch von Maxie Wander beruht auf Tonbandaufzeichnungen von Gesprächen mit Frauen.

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Geburtstag

WIR FRAUEN - Das feministische Blatt im Internet

4. Februar

Betty Friedan (1921) US-amerikanische Feministin, Psychologin und Sozialwissenschaftlerin

Florence Hervé liest: Frauen und Berge