Die Wüste: ein Ort für Begegnungen mit sich selbst. Der Körper ist den harten Lebensbedingungen der Wüste ausgesetzt, ihrem Klima und dem ständigen Wechsel von Hitze und Kälte. Ihre Abgeschiedenheit, Leere und Weite bieten jedoch unendlichen Raum für die Phantasien des Geistes. Die Geschichten, Gedichte und Reise - berichte von Schriftstellerinnen, Dichterinnen und Reporterinnen vom 7. Jahr hundert bis zur Gegenwart erzählen von überwältigenden Erfahrungen, ungewissen Abenteuern, anderen Kulturen und zwischenmenschlichen Bezie hungen – und nicht selten wird das Außen zum Schauplatz der Innerlichkeit. Eine Lektüre, die die Sinne berührt, die Neugier und die Abenteuerlust weckt und eine ganz besondere Landschaft entdecken lässt.
Düsseldorf, am 3.7. um 19 Uhr
Heimspiel 2010. Lange Nacht der Düsseldorfer Literatur
Lesung Florence Hervé "Durch den Sand" und Peter Hein, Institut francais, Bilker Straße 7-9, D-40213 Düsseldorf
Veranstalter: Literaturbüro NRW
Berlin, am 24.9.
Insel-Galerie, Torstr. 207, 10115 Berlin
Nach obenFlorence Hervé und H. Unterhinninhofen stellen den Bericht der widerständigen Ärztin vor, der erstmalig in deutscher Sprache erscheint: Adélaïde Hautval war keine Widerstandskämpferin im üblichen Sinn, doch widerstand sie mutig den Nazis. Sie übte weder Sabotage gegen die Besatzer, noch beteiligte sie sich am bewaffneten Kampf. Doch die elsässische Ärztin passte sich nicht dem Antisemitismus und Rassismus des Vichy-Regimes an, sondern zeigte Zivilcourage, wo die meisten schwiegen. Vor 65 Jahren wurde Adélaïde Hautval nach Auschwitz deportiert; viele Jahre später schrieb sie ihre Erinnerungen an diese Zeit auf. Sie informiert über den Alltag in der Deportation, in den Konzentrationslagern, berichtet über medizinische Menschenversuche, über moralische Entscheidungen und Eigenverantwortung in extremen Situationen. Sie zeigt: Auch unter menschenunwürdigen Bedingungen war und ist es möglich, »Nein« zu sagen, sich nicht zu fügen und den aufrechten Gang zu bewahren. Die Bescheidenheit und das Sich-Zurücknehmen von Adélaïde Hautval haben vielleicht dazu geführt, dass sie relativ spät »wahrgenommen« wurde. Erst nach ihrem Tod und nach dem Erscheinen ihres Buchs in Frankreich wurden Stimmen über die aufrechte Ärztin laut.
Berlin, am 25.9. um 15 Uhr
Clara-Zetkin-Gedenkstätte, Summterstr. 4, 16547 Birkenwerder
Düsseldorf, am 3.7.
Heimspiel 2010. Lange Nacht der Düsseldorfer Literatur
Lesung Florence Hervé "Clara Zetkin, eine Rebellin" und Charlotte Mario Werner "Clara Viebig"
Galerie Tedden, Bilkerstr. 6, Düsseldorf
Geburtstag
Maria Anna (Nannerl) Mozart (1751-1829) österreichische Pianistin