Die Wüste: ein Ort für Begegnungen mit sich selbst. Der Körper ist den harten Lebensbedingungen der Wüste ausgesetzt, ihrem Klima und dem ständigen Wechsel von Hitze und Kälte. Ihre Abgeschiedenheit, Leere und Weite bieten jedoch unendlichen Raum für die Phantasien des Geistes. Die Geschichten, Gedichte und Reise - berichte von Schriftstellerinnen, Dichterinnen und Reporterinnen vom 7. Jahr hundert bis zur Gegenwart erzählen von überwältigenden Erfahrungen, ungewissen Abenteuern, anderen Kulturen und zwischenmenschlichen Bezie hungen – und nicht selten wird das Außen zum Schauplatz der Innerlichkeit. Eine Lektüre, die die Sinne berührt, die Neugier und die Abenteuerlust weckt und eine ganz besondere Landschaft entdecken lässt.
Düsseldorf, am 10.3. um 20 Uhr
Lesung im onomato-Kunstverein, Birkenstr. 97
Leipzig, am 18.3. um 19 Uhr
Lesung. frauenkultur Leipzig, Windscheidstr. 51
Leipzig, 19.3., 12 Uhr
am AvivA-Stand auf der Leipziger Buchmesse
Düsseldorf, 23.4. um 19.30 Uhr
Lesung, FrauenBuchLaden - Buch am Dreieck.de, Blücherstraße 3
Veranstalter: FrauenBuchLaden, Frauen-Bücher-Zimmer e.V., wir frauen
Florence Hervé und H. Unterhinninhofen stellen den Bericht der widerständigen Ärztin vor, der erstmalig in deutscher Sprache erscheint: Adélaïde Hautval war keine Widerstandskämpferin im üblichen Sinn, doch widerstand sie mutig den Nazis. Sie übte weder Sabotage gegen die Besatzer, noch beteiligte sie sich am bewaffneten Kampf. Doch die elsässische Ärztin passte sich nicht dem Antisemitismus und Rassismus des Vichy-Regimes an, sondern zeigte Zivilcourage, wo die meisten schwiegen. Vor 65 Jahren wurde Adélaïde Hautval nach Auschwitz deportiert; viele Jahre später schrieb sie ihre Erinnerungen an diese Zeit auf. Sie informiert über den Alltag in der Deportation, in den Konzentrationslagern, berichtet über medizinische Menschenversuche, über moralische Entscheidungen und Eigenverantwortung in extremen Situationen. Sie zeigt: Auch unter menschenunwürdigen Bedingungen war und ist es möglich, »Nein« zu sagen, sich nicht zu fügen und den aufrechten Gang zu bewahren. Die Bescheidenheit und das Sich-Zurücknehmen von Adélaïde Hautval haben vielleicht dazu geführt, dass sie relativ spät »wahrgenommen« wurde. Erst nach ihrem Tod und nach dem Erscheinen ihres Buchs in Frankreich wurden Stimmen über die aufrechte Ärztin laut.
Siegen, am 8.3. um 19 Uhr
VVN und DKP im VEB-Siegen. Lesung über Hautval und Frauen in der Résistance
Heidelberg, am 6.3.
Zur Geschichte des Internationalen Frauentags, Antifaschistische Aktion, Buchhandlung Himmelheber, Theaterstraße 16
Kein Redakteur im heutigen Deutschland würde es wagen, diese Frau in eine Talkshow einzuladen. Diese Frau war Opposition per se: Frauenrechtlerin, revolutionäre Sozialistin, Initiatorin des Internationalen Frauentags, Kriegsgegnerin, Kommunistin in der Tradition Rosa Luxemburgs, 1932 von den Nazis attackierte Alterspräsidentin des Deutschen Reichstags.
Clara Zetkin (1857 bis 1933) vor 1914 die »grande dame« der deutschen Sozialdemokratie, nach 1918 umstrittene und streitbare Persönlichkeit des deutschen Kommunismus, ist immer noch unbequem. Denn es lohnt sich, ihre Thesen zur Frauenerwerbstätigkeit, zur Schulbildung, zu Krieg und Frieden oder zum Faschismus neu zu entdecken.
Nicht zuletzt dafür wird sie abgestraft: mit dem Ausschluß aus dem Erinnerungskanon. Trotzdem hallt der Name Clara Zetkins aus dem vergangenen Jahrhundert herüber, signalisiert er doch immer noch auch denen, die sonst nichts wissen, eines: Widerstand. Dafür wird sie von den einen abgelehnt, von den anderen geliebt.
Wuppertal 14.3. um 11 Uhr
Clara Zetkin und Simone de Beauvoir: Zwei Persönlichkeiten der europäischen feministischen und sozialistischen Bewegung. Naturfreundehaus Ronsdorf
Geburtstag
Eleonore Proschaska (1785-1813), deutsche Freiheitskämpferin